Daddy
Spieldauer:
10
Gattung:
Experimentalfilm
Veröffentlichungsdatum:
2025
Ursprungsland:
Deutschland
Sprache:
Koreanisch
Regisseur*innen:
Jane Han
Kurzbeschreibung:
Eine im Ausland studierende Tochter telefoniert mit ihrem Vater. Doch sobald es um Heirat und berufliche Sicherheit geht, schlägt die Stimmung um: Die traditionellen Werte des Vaters treffen auf den Wunsch der Tochter nach Freiheit und Selbstbestimmung.
Jane Hans jüngster Film "Daddy" (2025) imaginiert ein Gespräch mit ihrem verstorbenen Vater mithilfe eines KI-Systems neu. Aus Erinnerungen an seinen Dialekt, seine Redewendungen und seine persönliche Sprache konstruiert sie einen fiktiven Dialog, der nie stattgefunden hat – und vielleicht doch immer nötig war. Jane Han begreift Unsicherheit und Widerspruch als kreative Werkzeuge und reflektiert in ihrer Arbeit, wie wir Verlust, Zugehörigkeit und die Ethik des Menschseins verhandeln.
Biografie Regisseur*innen:
Jane Han (*1991, Seoul) ist eine südkoreanische Medienkünstlerin und Filmemacherin, die derzeit in Deutschland lebt und arbeitet.
Sie studiert Time Based Media an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel, nachdem sie zuvor in Korea Modedesign studiert hat. In ihrer Praxis verhandelt sie Fragen von Identität, Ethik, Werten und gesellschaftlichen Dynamiken - mit einem Fokus darauf, wie diese Themen im Alltag sichtbar werden.
Statt Antworten zu geben, nutzt sie Medien als Sprache, um Fragen zu stellen. Ihre Arbeiten untersuchen Widersprüche, Unbehagen und Begehren als Kräfte, die unsere Gegenwart prägen. Mit experimentellen Erzählweisen und visuellen Strategien arbeitet sie zwischen Black Comedy, Dokumentarfilm, Performance und weiteren Formen, um persönliche Erfahrungen in gesellschaftliche Reflexion zu überführen.
Zu ihren Arbeiten zählen "Fishing in the City" (2023), ein performatives Video, in dem Plastikmüll symbolisch gegen Fisch eingetauscht wird; "How to Get Fresh Milk" (2024), ein satirischer Kurzfilm über die unsichtbare Gewalt der Milchproduktion; sowie "Überleben in Deutschland" (2025), das die Spannung und Absurdität des Überlebens als Ausländerin in Deutschland einfängt.
Sektionskategorie:
Kurzfilmwettbewerb
Premierenstatus:
Schleswig-Holstein-Premiere
Festival:
FFSH 2026